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Meine erste Geschichte-----Die Treppe

Die Treppe


Sie stieg aus dem Zug und lief in Richtung Treppe, die zum Ausgang führt. „Wie immer so eine Menschenmenge!“ Dachte sie sich. Sie blieb also kurz stehen und beobachtete die Passanten. Wie von einer unheimlichen Kraft getrieben, mussten sie ihre Füße da hinsetzen, wo der Vorgänger mit seinen gestanden hat. Sie wusste genau, ehe sie mit solcher begrenzten Freiheit das Ziel ihres Weges erreichen wird, ist sie bereits durchgedreht. Sie blieb weiterhin stehen und betrachtete die sich immer weiter fortbewegenden Gestalten. Dann sah sie eine zweite, etwas ferner liegende, aber existierende Treppe.

Sie sah zwar vor sich das enttäuschte Gesicht der Mutter, welches ihr Zuspätkommen verursachte, dennoch lief sie weiter, einfach rastlos weiter zu der zweiten Treppe.

4.2.08 19:15


Die Frau, die auf ihre Liebe wartete...

Die Frau, die auf ihre Liebe wartete...

Sie blieb vor einer Bank stehen und sank tief in ihre Gedanken. Sie würde auf ihren Freund warten, sagte sie den Passanten. Sie setzte sich auf die Bank und legte ihre Hände in den Schoss. Früher wartete sie immer zu Hause auf ihren Freund. Aber seit eh und je wartete sie hier; Tag für Tag; Jahr für Jahr, aber er kam nie wieder zurück. Er sagte immer, dass er etwas kaufen ging und sofort zurückkommen würde und sie würde demnach ihn unermüdlich daran erinnern auf den schnellen Verkehr der Hauptstraße aufzupassen. Auch an ihrem Geburtstag vor zwei Jahren. An dem Tag wollte sie ihn begleiten, er hatte es aber nicht zugelassen, als hätte er etwas Gefährliches vorgeahnt, ging er doch alleine hin. "Ich will dir eine Überraschung besorgen, da kannst du nicht mitkommen." Dies waren seine letzten Wörter. Er gab ihr an der Tür noch einen Kuss und ging. Der Kuss war ein Kuss der Zeitlosigkeit. 

"Mein Herz..meine Liebe..." Murmelte sie vor sich hin und schaute träumend in die Höhe und sah einen wolkenlosen Himmel. Er wich dem Blickkontakt nicht aus. Er starrte sie an. Er ist von ihrer Schönheit fasziniert.

Dann aber fragte er ob er sich hinsetzten dürfte. Sie sagte nichts. Sie hörte nichts, sie sah eine Welt voller nichts, als würde sie nicht mehr leben.

Er setzte sich neben ihr hin .

Sie drehte ihren Kopf plötzlich zur Seite und sah die noch immer farblose Welt.

 Plötzlich fasste er ihre Hand an.

Plötzlich fühlte sie, als würde jemand ihre Hand anfassen. 

Plötzlich fing er an zu rennen.

Plötzlich rannte sie ihm hinterher, wie eine „Verrückte“.


Auf der anderen Seite der Straße hörten die Passanten ein Auto hupen, alle hörten das, nur sie nicht. Sie ist von seiner Schönheit fasziniert. Er ignorierte das Auto und rannte weiter, aber er blieb auf einmal stehen und wartet auf sie, wie sie immer auf ihn wartete. Wie ihr hoch schwebendes Kleid flog ihr Körper hoch und traf dann schlagartig den Boden. Frauen schrien, Kinder weinten, Passanten blieben erschrocken stehen. Aber sie flog doch dann weiter, sie flog hoch und winkte ihren wartenden Freund zu.

Am nächsten Tag las man die Todesanzeige einer von der Psychiatrie weggelaufenen Frau.

4.2.08 19:16


Sie und ich

Sie und ich


Oft saß eine Frau in der Ecke; wo früher niemand saß. Seit eh und je fühlte sie sich beobachtet; als wäre ihr Leben ein Film, in dem sie die unglückliche Hauptrolle spielte. Es wäre fast so, als würde sie für die Andere Leben.


Nie sah man sie lächeln-sie hielt immer die Hand vor ihrem Mund.

Nie sah man sie weinen-zuvor versteckte sie sich in einem Zimmer.

Nie sah man sie fallen-sie ging immer vorsichtig.

Nie sah man sie sich ärgern-sie lebte farblos.


Der Tod wäre für sie:

die Erlaubnis, endlich „leben“ zu können;

die Befreiung, ihr Herz öffnen zu dürfen;

die Erleichterung; endlich die Luft zu spüren;

die Erfüllung: die Erfüllung ihres Lebens.


Aber sie war mein Lächeln; Mein Herz; meine Luft; mein Leben!!

Ich liebte ihr Lächeln im Sarg --ich verlor Meins;

Ich sah zu, wie sie weg ging--ich verbarg meine Tränen;

Ich musste sie loslassen--ich wusste nicht mehr zu atmen ;

Ich spürte keinen Ärger--ich lebte seitdem farblos.


Oft saß ich in der Ecke, wo sie früher saß. Seit eh und je fühlte ich mich beobachtet; als wäre mein Leben ein Film, in dem ich die unglückliche Hauptrolle spielte. Es wäre fast so, als wüsste ich nichts von meiner Verwandlung.

4.2.08 19:17





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